Inzwischen ist der Heimaturlaub vorbei und wir sind alle ziemlich gut ins neue Jahr gestartet. Auf Grund fehlender Alternativen hatte ich mich gestern Abend doch noch dazu entschieden auf die Westminster Bridge zu gehen um von dort das angekündigte spektakuläre Feuerwerk zu betrachten. Eins vorweg: Es hat sich gelohnt!
Dabei begann New Year’s Eve relativ unentspannt mit einem Besuch des Hausmeisters, der in allen zur Zeit unbewohnten Zimmern die Wasserhähne kurz aufdrehte. Hätte er das mal ein paar Tage früher gemacht, hätte er mich zum einen nicht wachklopfen müssen und zum anderen wäre mir der erste Schluck aus meinem Hahn kurz nach meiner Rückkehr nicht fast wieder hochgekommen… Aber was soll’s. Den Service an sich find ich ja ganz nett.
Während ich noch ein wenig an meinem Laborbericht schrieb und einkaufen ging, feierte Australien bereits den Jahreswechsel. Höchste Zeit die eigene Feier zu starten. Schnell ein paar Getränke, Pulli, Paniermehr und Bratpfanne eingepackt und rüber zu Sibille. Ganz klassisch gab es SchniKaPo zum Dinner und auch der Frühvorstellung von Dinner for one konnten wir noch beiwohnen bevor man sich dick einpackte und sich gegen halb zehn auf den Weg downtown machte.
Das als unerträglich beschriebene Gedränge (sowas wurde von mehreren unabhängigen Quellen überliefert) blieb aus. Entweder hatten wir Glück, dass die Westminster Bridge nur von Süden zugänglich war und somit der Großteil Londons am Nordufer blieb, oder die Polizei ließ dieses Jahr einfach weniger Besucher in die Viewing Areas. Auf jeden Fall hatten wir jede Menge Platz und fanden sogar noch ein Stück Reeling zum Anlehnen. Von innen und außen gewärmt überbrückten wir die Zeit bis Mitternacht mit Hüpfen, Fotografieren, mit Nachbarn unterhalten etc pp.
Irgendwann war es 12 Uhr und das Spektakel begann. Zunächst spielte der Big Ben seine bekannte Melodie und anschließend startete das Feuerwerk am London Eye synchron mit den Glockenschlägen. Es folgten noch weitere zehn Minuten Gefunkel und Geböller. Gekrönt wurde das Ganze als es quasi zeitgleich mit dem Ende des Feuerwerks anfing zu schneien. Sehr schön.
In diesem Sinne: Ein frohes neues Jahr!

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