Hallo Lebenszeichen!
Einiges an Zeit ist vergangen seit ich das letzte mal die Motivation gefunden hatte, ein bisschen was zu berichten. Moment… muss erstmal schauen, auf welchem Stand die treue Leserschaft ist…
Ah, genau. Klausuren. Die Ergebnisse sind letztens per Post gekommen. Alles in allem ist es gut gelaufen, das Positive überwiegt und so darf ich weiterhin auf die Extrazahlung für den First-Class-Abschluss hoffen. Man bekommt seine Klausuren hier leider nicht zu sehen – schade.
Das Final Year Project neigt sich unter dessen langsam dem Ende zu. In knapp zwei Wochen ist die Abgabe eines Berichtsentwurf vorgesehen. Bis dahin sollten alle praktischen Arbeiten abgeschlossen sein, was mich jedoch nicht direkt betrifft. Vor ein paar Wochen musste ich leider feststellen, dass mein hinterhältiger Roboter mir seine Nichtlinearitäten vorenthalten hatte. Zu spät um sich eine neue Strategie zu überlegen, dezimierte sich mein Projektumfang daher darauf, festzustellen, warum er nicht so einfach mit der Sprache rausrückt. Also der Roboter, der verschlossene. Ungünstig ist das auch deswegen, weil ich euch an dieser Stelle kein Video von ihm zeigen kann, in dem er die Wand hochkrabbelt. Räder wird er nämlich erst im nächsten Projekt bekommen oder noch später. Jedenfalls nicht von mir! Hat er nun davon.
Wenn ich mich nicht gerade mit Beziehungskrisen auseinander setzen muss, verbringe ich die Zeit meist mit einer der drei neuen Units dieses Semsters. Da wären zum einen Control Engineering – juchee, noch mehr davon -, Advanced Electronic Techniques – deckt tatsächlich etwas ab, das wir in Bremen noch nicht hatten – und zu guter letzt Virtual and Intelligent Instrumentation Systems. Letzteres wird von einem Dozenten gehalten, der auf seine ganz eigene Art versucht uns in die geheimen Tiefen von LabView einzuweihen. Die andere Alternative wäre Electrical Energy Converters and Drives gewesen. Aber: Vorteil für Beate und Malte, denn wir haben am Ende nur zwei statt drei Klausuren zu schreiben.
Zu guter letzt ist natürlich trotzdem noch ein wenig Freizeit übrig. Neben der fast schon obligatorischen Kitchenparty in D15 an Samstagabenden trifft man sich gerne mal im nächstgelegenen Pub, dem Duke of Wellington oder York, so genau weiß man es nicht.
Andere Aktivitäten der letzten Wochen: Klamotten shoppen gehen und sich dabei beraten lassen, Besucher durch die Stadt führen, Fragen von ISTIs auf Exkursion beantworten, nette Menschen treffen, die man noch von früher kennt, Geburtstage feiern, Urlaub planen, Rückflug buchen, zukünftigen Besuch organisieren, eine Rasterfandung fürs verschollene Semesterticket starten, Hochzeiten im Livestream schauen (Alles Gute euch beiden!), Flutwellen abschwören, Regale aus Bierkartons bauen, Koko ist immer mal wieder nett, Electric Ballroom auch und, ganz frisch, Jack the ripper suchen.
Heute abend haben wir uns, relativ spontan, einer Walking Tour angeschlossen, die auf den Spuren Jack The Rippers durch die City of London unterwegs war. Das ganze war nett gemacht und ich habe ein paar neue Ecken für Fotos gefunden. Sobald es etwas wärmer ist, werde ich die Strecke wohl nochmal ablaufen. Bilder von der heutigen Tour gibts eventuell von Sibille. Auf jeden Fall hat es meine Lust geweckt, wieder mehr von der Stadt zu sehen. Mal sehen, was es noch für Touren gibt.
In drei Wochen fangen dann auch schon die Osterferien an. Drei Wochen theoretisch ohne Uni. Die Realtität sieht natürlich wie immer anders aus. So habe ich mir vorgenommen, alle anstehenden Courseworks zu erledigen, damit ich im Mai genug Zeit für Besucher und Klausurvorbereitung habe. Lediglich eine Woche Auszeit werde ich mir gönnen. Der Plan: 7 Tage quer durchs Kingdom. Fixe Punkte sind nur Liverpool, Edinburgh und Highlands. Ich hoffe die Zeit ist ausreichend. Zur Sicherheit habe ich aber meine beste Reiseplanerin darauf angesetzt und bestimmt wird es toll.
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